20. April 2024

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Mit fachlicher Begleitung selbst zum Ausbilder werden

ausbilderschein

Wer seine eigene Ausbildung als positive Erfahrung erlebt und sie mit selbstbewussten Ergebnissen bestritten hat, der kommt nicht selten auf den Gedanken, selbst Ausbilder junger Menschen werden zu können. Hierzu sind neben gesellschaftlichen Kernkompetenzen selbstverständlich auch fachliche Fähigkeiten gefragt. Was häufig jedoch vor der bewussten Entscheidung zur Eignung als Ausbilder von den Anwerbern nicht gewusst wird, ist die notwendige Eignungsbestätigung durch einen verifizierten Nachweis. Sofern es nicht um die Ausbildung im Bereich der „freien Berufe“ geht, lassen sich die Nachweise gemäß der Ausbildereignungsverordnung mittlerweile unkompliziert online erlangen. Der Vorteil dieser Methode liegt klar auf der Hand und ist spätestens seit der Homeoffice Welle der vergangenen Monate einem Großteil der Bevölkerung bekannt. Doch warum ist dieser Nachweis erforderlich?

 

Der Nutzen verifizierter Nachweise über die Eignung zum Ausbilder

Didaktische Grundlagen sind der Kern pädagogischen Handelns. Das betrifft alle Bereiche, in denen pädagogische Vollzüge auftreten und die somit einschneidende Erfahrungen mit Bildungsgegenständen aller Art enthalten. Da sich besonders in der Pädagogik der vergangenen hundert Jahre ein wahrer Umbruch im Hinblick auf den Anspruch, die Möglichkeiten und Chancen der gesamten Pädagogik ergossen hat, wird ihr ein exponierter Stellenwert zugeschrieben. Selbstredend entwickelte sich so in den vergangenen Jahren die staatlich regulierte Nachweispflicht über die Eignung zum Ausbilder. Diese wird in allen Ausbilderbegleitenden Berufszweigen für die Ausbilder verlangt. Mit ihr wird die persönliche Eignung Ausbilder und Ausbilderin rechtlich zugesprochen. Dadurch erhalten nicht nur die zukünftigen Ausbilder wesentliche Grundkenntnisse über pädagogischen Methoden und didaktischen Kompetenzen, sondern der Ausbildungszweig für sich erhält eine qualit22tive Normierung hinsichtlich der Grundkenntnisse aller Ausbilder. Sofern man bereits vor dem Jahr 2009 als Ausbilder tätig war, entfällt dieser Nachweis zur Eignung als Ausbilder zwar, doch wird sich auf Dauer die Menge derer, die eine solche Eignung vollzogen haben, selbstverständlich kontinuierlich erhöhen. Das hat zur Folge, dass Ausbildungsberufe selbstverständlich auch qualitativ höhere Ansprüche und Qualitäten aufweisen können. Dies ist ein klarer Vorteil der notwendigen Nachweispflicht zur Eignung zum Ausbilder. 

 

Welche Handelskammer verlangt diesen Nachweis zur Ausbildereignung?

Dieser Nachweis wird von zahlreichen Handelskammern verlangt, sodass die Ausbildung zum Ausbilder IHK und andere betrifft, zu denen man während der Ausübung des Ausbilderberufes zwangsläufig in Kontakt tritt. Letztlich ist die Notwendigkeit der Nachweispflicht über die Eignung zum Ausbilder für Ausbildungsberufe rein berufsabhängig. Sofern es sich also nicht um den Bereich der „freien Berufe“ handelt, ist sie vorgeschrieben und kann sowohl in Präsenzlehre oder im Rahmen digitaler Formate erworben werden. Selbstverständlich muss diese zusätzliche Qualifikation auch entgolten werden, doch handelt es sich hierbei nur um wenige hundert Euro, die die amtliche Ausstellung des Nachweises und auch die gesamte pädagogische Weiterbildung beinhalten. Auch für den Fall, dass man sich letztlich dann doch für einen anderen Berufszweig entscheidet und dem pädagogischen Bereich den Rücken kehrt, ist diese Qualifikation eine lehrreiche und fachübergreifende Erfahrung, die äußerst lohnend ist.